Der denkmalgeschützte Bau aus den 1930er-Jahren wurde mit grosser Sorgfalt saniert und gleichzeitig für neue Nutzungen geöffnet. Die hohe Qualität dieses Umbaus wurde auch offiziell gewürdigt: Die Sanierung wurde im Rahmen der Bautenprämierung des Heimatschutzes Basel ausgezeichnet – eine Anerkennung für den respektvollen und qualitätsvollen Umgang mit der bestehenden Architektur.
Die architektonische Leitung lag bei Nussbaumer Trüssel Architekten aus Basel. In enger Zusammenarbeit mit der Farb- und Materialberaterin Luzia Borer wurde ein stimmiges Konzept entwickelt, das den Bestand respektiert und gleichzeitig eine zeitgemässe Nutzung ermöglicht. Die Ausführung der Malerarbeiten erfolgte durch Moritz Maler aus Augst – ein Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche, bei dem Präzision und Abstimmung entscheidend waren.
Für uns als Lieferant der eingesetzten Produkte bedeutete dieses Projekt weit mehr als die Bereitstellung von Farbe. Im denkmalpflegerischen Kontext ist jeder Arbeitsschritt mit Verantwortung verbunden. Untergründe müssen sorgfältig beurteilt, bestehende Beschichtungen analysiert und Materialien gezielt ausgewählt werden.
Zum Einsatz kamen dabei unsere Strapaziercolor, eine natürliche Emulsionsfarbe, sowie Toplin Aqua, eine wässrige Ölfarbe – jeweils abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen der unterschiedlichen Untergründe.
Die Umsetzung stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten: Unterschiedliche Untergründe, grosse Stramin-Wandflächen, riesige Fensterfronten und der Anspruch, bestehende und neue Elemente nahtlos zu verbinden. Übergänge wurden mit grösstmöglicher Sorgfalt ausgeführt, sodass sie im fertigen Raum selbstverständlich wirken – technisch anspruchsvoll, visuell ruhig.
Ein zentrales Element war die Wirkung der Farbe im Raum. Gerade im Kirchenraum beeinflusst das Zusammenspiel von Licht, Farbton und Oberfläche die Atmosphäre massgeblich. Die gewählten Materialien unterstützen diese Wirkung bewusst: zurückhaltend, ruhig und präzise – ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Die Auszeichnung durch den Heimatschutz bestätigt den hohen Anspruch, der bei der gesamten Sanierung verfolgt wurde. Für uns ist sie zugleich Bestätigung und Motivation, diesen Qualitätsanspruch in jedem Projekt weiterzuführen.
Die Johanneskirche ist für uns ein Beispiel dafür, wie sorgfältig ausgeführte Farbgestaltung, die richtigen Materialien und präzises Handwerk dazu beitragen, die Identität eines Ortes zu bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven zu eröffnen.
Fotos: Tom Bisig
Daniel Ritter
Stv. Geschäftsführer
Bei der Johanneskirche gefällt mir besonders das wohlüberlegte und subtile Vorgehen der Architekten bei der Renovation.